Nützliche Idioten

„Wir können somit ein Lied davon singen, mit welcher Brutalität unter dem Label „Antifaschismus“ Linksextremisten vor allem gegen demokratische Rechte und Konservative vorgehen. Die Affäre um die SPD-Bundesinnenministerin Nancy Faeser und ihre von der JF enthüllten Kontakte zur bedeutenden linksextremen „Antifa“-Dachorganisation VVN-BdA belegt, wie weit der Begriff des Antifaschismus als Trojanisches Pferd mittlerweile in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen ist. Wen interessiert schon, daß Faschisten nach Logik der Antifa nicht nur „Nazis“, sondern auch Verteidiger der Marktwirtschaft und bürgerlichen Demokratie sind.“

(Hier weiterlesen.)

Auf der Suche nach dem queeren Wein

Die Bundesrepublik Deutschland besitzt die höchste Steuer- und Abgabenlast aller OECD-Länder. Vor einiger Zeit verdrängte sie Belgien vom entsprechenden Spitzenplatz (siehe hier).

Da stellt sich natürlich die Frage: Was macht der Staat eigentlich mit der ganzen Kohle? Eine interessante Frage. Die folgende E-Mail des Landes Rheinland-Pfalz an Vertreter der altehrwürdigen Winzerzunft mag einen kleinen Hinweis geben:

Betreff: Ausschreibung Initiative „QueerWein Rheinland-Pfalz“

Liebe Winzergemeinschaft,

hiermit möchten wir Sie gerne über die Ausschreibung des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration Rheinland-Pfalz „Initiative „QueerWein Rheinland-Pfalz“ informieren:

Mit „QueerWein Rheinland-Pfalz“will das Ministerium Vielfalt sichtbar machen. Die Initiative richtet sich an alle lesbischen, schwulen, bisexuellen, transidenten, intergeschlechtlichen und nichtbinären Winzerinnen und Winzer aus Rheinland-Pfalz.

Der Landesbeauftragte für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität, David Profit, lädt Sie herzlich ein, sich zu beteiligen. Wir bitten Sie um Weiterleitung der Pressemitteilung an ihre Mitglieder.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten werden aus allen vorgeschlagenen Weinen diejenigen zwei Weine ausgewählt, die Ministerin Katharina Binz und der Landesbeauftragte als ‚QueerWein Rheinland-Pfalz‘ ankaufen und ein Jahr lang bei repräsentativen Anlässen als rheinland-pfälzische Vielfaltsbotschafter verschenkt werden.

Wein ist ein guter Botschafter für Rheinland-Pfalz, die Weingüter und die Vielfalt.Beim Wein kommen Menschen zusammen, die ihn in Geselligkeit genießen. Er trägt zu der besonderen Willkommenskultur und Gastfreundlichkeit bei, die hier in Rheinland-Pfalz gepflegt wird.

Zur Teilnahme an der Initiative „QueerWein Rheinland-Pfalz“

Weingüter in Rheinland-Pfalz, in denen queere Menschen in verantwortungsvoller Position tätig sind, können sich mit je zwei Weinen an der Initiative beteiligen. In einer Verkostung ermitteln Expertinnen und Experten bis zu zwei Weine, die Botschafter für „QueerWein Rheinland-Pfalz“ sein werden.

Die ausgewählten „QueerWeine Rheinland-Pfalz“ sollen am 18. Mai 2022, dem Verfassungstag des Landes, vorgestellt und bundesweit an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Politik und Gesellschaft versendet werden.

Wer kann sich an der Initiative „QueerWein Rheinland-Pfalz“ beteiligen?

Beteiligen können sich alle Weingüter mit Sitz in Rheinland-Pfalz, in denen queere (lesbische, schwule, bisexuelle, transidente, intergeschlechtliche und nichtbinäre) Menschen in leitender Position tätig sind, beispielsweise auch als Kellermeisterin oder Kellermeister.

Welche Weine können eingereicht werden?

Es können bis zu zwei unterschiedliche Weine aller Rebsorten eingereicht werden. Es gibt keine Vorgabe zum Jahrgang. Bitte reichen Sie pro Wein zwei etikettierte Flaschen ein.

Bis wann muss der Wein wie und wohin eingereicht werden?

Der Wein muss bis spätestens 28. Februar 2022 unter anderem mit folgenden Informationen eingereicht werden: Name und Anschrift des Weinguts, Ansprechperson mit E-Mail und Telefonnummer, Angaben, in welcher Position die queere Person tätig ist, und ggf. kurze Angaben zum Wein (auch Besonderheiten beim Ausbau und Bruttopreis). Adresse: Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration, Referat 736-3, Kaiser-Friedrich-Straße 5a, 55116 Mainz.

Wie viele Flaschen des „QueerWein Rheinland-Pfalz“ werden benötigt? Das Familienministerium wird 2 x 250 Flaschen (insgesamt 500 Flaschen) zum Hofverkaufspreis (maximal 10 Euro pro Flasche) käuflich erwerben.

Bei Fragen stehen Birgitta Brixius-Stapf und Funda Römer zur Verfügung, Telefon 06131/16 4497 und 06131/16 5649, E-Mail: regenbogen@mffki.rlp.de.

Da bleibt nur zu wünschen: Zum Wohl!

(Hinweis: Da Ansprechpartner und Kontaktdaten in einer mitunter gleichlautenden Pressemitteilung auf der Homepage des Landes Rheinland-Pfalz öffentlich angegeben werden, habe ich von einer Unkenntlichmachung dieser abgesehen.)

Ich, der „Systemling“ oder: Der geimpfte Idiot

„Dass es zwischen „ich habe mich impfen lassen“ und „ich bin ungeimpft“ eine unglaubliche Spanne an Gründen, guten Argumenten und Gegenargumenten geben könnte, kommt den allermeisten Menschen gar nicht in den Sinn. In ihrer Radikalität nehmen sich Impffanatiker und Impfverweigerer gegenseitig kein bisschen. Ich habe Neuigkeiten: Man kann geimpft sein und trotzdem gegen eine Impfpflicht sein. Man kann die „tagesschau“ sehen und „Servus TV“. Man kann die Achse lesen und den SPIEGEL. Und man kann sich im eigenen Umfeld umsehen, was mit den jeweils Geimpften und Ungeimpften im Krankheitsfall passiert. Ein guter Bekannter starb nach der zweiten Impfung im hohen Alter von 56. Vielleicht Zufall, vielleicht nicht. Ein anderer, ungeimpft, bekam mit 60 Corona und hat es nicht bis zu seinem 61. Geburtstag geschafft. Wer von beiden hatte nun recht? Ein Dritter hat sich weggemacht, weil sie ihm die Kneipe in den Lockdowns dichtgemacht und ihn ruiniert haben. Da war es egal, ob er geimpft oder ungeimpft war.“ (Hier weiterlesen).

Historiker? Die sind von gestern! – Der kanadische Psychologieprofessor Jordan Peterson verlässt seine Uni. Und kritisiert sie äusserst scharf

„Der Star aus Toronto beklagt, dass Forscher und Lehrer wie er, also auch seine Studierenden, keine Chance mehr hätten: «Wir sind jetzt so weit, dass Rasse, Ethnizität, ‹Gender› oder sexuelle Präferenz als fundamentale Charakteristik jeder Person gelten (wie es sich die radikalen Linken erhofften) und dass dies die wichtigste Qualifikation für Studium, Forschung und Arbeitsmarkt bildet.»“ (Hier weiterlesen.)

Hat der Westen den Verstand verloren?

„In den historischen Kernstaaten der westlichen Zivilisation, in Frankreich, Großbritannien und den USA, hat sich eine Anti-Establishment-Stimmung breitgemacht, die besorgniserregend ist. Ein Corbyn, ein Trump und eine Le Pen als Führer der freien Welt? Das scheint nicht mehr so kategorisch ausgeschlossen zu sein, wie man wünschen würde. Ist der alte Westen verrückt geworden?“ Hier weiterlesen.

Tebartz-van Elst und der Kampagnenjournalismus

Tebartz-van Elst. Bis vor Kurzem sagte mir dieser Name nichts – wie wohl den meisten anderen Bundesbürgern auch. Als der „Spiegel“ unlängst mit dem Konterfei des Limburger Bischofs aufmachte und die Massenmedien wochenlang kaum ein anderes Thema kannten, war ich mehr als genervt. Der Grund ist offensichtlich: Die mediale Gewichtung verlief antiproportional zur tatsächlichen Relevanz.

Seltsame Diskrepanz zwischen Bedeutung und Medienberichten

Oder ist es tatsächlich ein so großer „Skandal“, wenn die Baukosten für ein kirchliches Großprojekt aus dem Ruder laufen? Ist dies tatsächlich von einer so immensen Bedeutung, die es rechtfertigen würde, dass es in der politischen Debatte der Bundesrepublik über lange Zeit nichts Wichtigeres gibt? Insbesondere, wenn man bedenkt, dass auch beim Bau des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) eine ungeplante Kostenexplosion stattfand, die anders als in Limburg nicht in die Millionen, sondern in die Milliarden ging und zudem Steuermittel und nicht Kirchenvermögen betraf? Und die nicht annähernd so viel Raum in den Medien erhalten hat?

Meine Antwort lautet: Nein. Viel mehr scheinen interessierte Kreise innerhalb des medialen Komplexes die Gelegenheit genutzt zu haben, der Katholischen Kirche als letztem Bollwerk gegen den Zeitgeist maximalen Rufschaden zu verpassen. Ähnlich, wie dies bereits im Zuge der Diskussion um pädophile Straftäter im Umfeld der Kirche geschehen war. Dass sexueller Missbrauch durch Bedienstete der Kirche statistisch belegt unterdurchschnittlich vorkommt – wen kümmert das schon, wenn man der Katholischen Kirche ans Bein pinkeln kann?

Skandalisierung als Mittel der Politik

Der Publizist Felix Menzel hat mit Bezug auf derartige Kampagnen ein Buch mit dem Titel „Medienrituale und politische Ikonen“ veröffentlicht und darin eine „Skandalokratie“ ausgemacht. Deren Wirkungsmechanismen beschreibt er wie folgt:

„Wir leben in einer entpolitisierten, entideologisierten Konsensdemokratie, die sich von den Ursprüngen des Parlamentarismus entfernt hat und kontroverse Debatten nicht mehr kennt. Doch diese Konsensdemokratie kennt einen Modus, mit Hilfe dessen sich alle Parteien auf ein neues Ziel einschießen können. Dies ist der Skandal, der einen Ausnahmezustand konstituiert, in dem sofortige politische Kehrtwenden durchgesetzt werden können.“

Klaus Wowereit, politisch verantwortlich für die Kostensteigerung beim erwähntem Flughafenprojekt BER ist übrigens längst wieder voll im Geschäft.