Die Lektionen des Krieges für die deutsche Politik

„Die Regierungschefs aus Ostdeutschland mahnen zu Recht an, dass ein vorgezogener Kohle-Ausstieg unnötig riskant sei. Deutsche Kohlekraftwerke in dem Moment abzuschalten, da Wladimir Putin Europa mit Gaslieferungen erpresst, ist keine kluge Politik. Die SPD ist in der Kohlefrage für eine realistische Anpassung der Politik offen. Die Grünen allerdings tragen dicke ideologische Scheuklappen, wenn es um Kohle und Atom geht.“

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Deutscher Scherbenhaufen

„Deutschland sah sich lange als Speerspitze der westlichen Industrieländer bei der Energiewende. In der Erwartung, die gesamte Energieversorgung mit Strom aus erneuerbaren Quellen realisieren zu können, hat es den Doppelausstieg aus der Kohle und der Kernkraft beschlossen und zum Teil schon realisiert. (…)

Der Krieg zeigt nun aber mit aller Deutlichkeit, dass diese Rechnung nicht aufgeht. Die für die deutsche Strategie unerlässlichen Erdgasimporte aus Russland sind heute ein Risiko für Deutschland und für die gesamte westliche Welt. Sie geben Russland die Macht, Europas grösste Volkswirtschaft in die Knie zu zwingen, und sie begrenzen zugleich die Möglichkeit des Westens, weiter gehende Sanktionen gegen Russland zu verhängen.“

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Der verpönte Kapitalismus – und warum Intellektuelle ihn nicht mögen

„Eine Studie aus dem Jahre 2016 zeigt, dass das Verhältnis von linken zu konservativen Professoren an US-Universitäten 12:1 ist. Im Mittelbau (Hochschulassistenten etc.) ist es sogar noch extremer, hier gibt es ein Verhältnis von 48:1. (…) Was sie alle eint, ist der Antikapitalismus. „Antikapitalismus ist das am meisten verbreitete und überall praktizierte ideelle Bekenntnis unter Intellektuellen“, urteilte der amerikanische Historiker Alan S. Kahan. Und der Soziologe Thomas Cushman formulierte: „In gewisser Hinsicht ist der Antikapitalismus zur zentralen Säule der säkularen Religion der Intellektuellen geworden, der Habitus moderner kritischer Intellektueller als Statusgruppe.““ (Hier weiterlesen)