Offener Brief: „Wieso ich BILD verlassen habe“

Die Bestseller-Autorin und Journalistin Judith Sevinç Basad („Schäm dich!: Wie Ideologinnen und Ideologen bestimmen, was gut und böse ist„) hat ihre Stelle in der „Bild“-Redaktion gekündigt, weil von ihr verlangt wurde im Sinne der „woke“-Bewegung zu schreiben. Und weil Unternehmenschef Matthias Döpfner die Autoren eines Gastbeitrags in der Tageszeitung „Die Welt“ diffamiert hat, anstatt sich nach öffentlicher Kritik hinter sie zu stellen.

Einen Auszug aus einem Offenen Brief, den Judith Sevinç Basad nach ihrer Kündigung an Matthias Döpfner geschrieben hat, möchte ich an dieser Stelle dokumentieren (der vollständige Text findet sich hier):

„Der Grund für meine Kündigung ist am Ende der Umgang von Axel Springer, also auch Ihr Umgang, mit der woken Bewegung. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr über die Gefahren berichten kann, die von dieser gesellschaftlichen Bewegung ausgehen. Und ich habe das Gefühl, das der gesamte Verlag in dieser Sache nicht mehr hinter mir steht.

Keine Thematik hat mich als Journalistin so sehr um den Verstand gebracht, wie der Aktivismus einer kleinen Minderheit, die offiziell behauptet, für Diversität zu stehen, aber eine im Kern radikale Ideologie verfolgt.

Über Jahre hinweg habe ich beobachtet, wie selbst riesige Konzerne vor den totalitären Forderungen der woken Aktivisten eingeknickt sind. Ich habe verfolgt, wie die einzige Frau im Vorstand von Adidas gefeuert wurde, weil sie sagte, dass Rassismus in ihrem Konzern kein großes Problem ist. Ich habe beobachtet, wie Dozenten an einer Medizin-Uni in den USA nicht mehr von „Vater“ und „Mutter“ und „männlich“ und „weiblich“ reden, weil sie sonst von radikalen Aktivisten als „transphob“ beschimpft werden. Und ich habe darüber berichtet, wie Antirassismus-Aktivisten an deutschen Schulen weiße Kinder demütigen, um ihnen ihre „weißen Privilegien“ auszutreiben.

Diese Themen sind ein heißes Eisen. Wer über sie schreibt, muss mit harten Anfeindungen rechnen, die immer nach dem gleichen Schema ablaufen: Äußerungen werden absichtlich aus dem Zusammenhang gerissen und falsch dargestellt, um kritische Stimmen als „rechts“ zu diffamieren und sie somit aus dem Diskurs zu werfen.

Besonders aggressiv gehen dabei Trans-Aktivisten vor, die eine der krudesten Behauptung vertreten, die das 21. Jahrhundert hervorgebracht hat: Dass das biologische Geschlecht nicht existiert.

J.K. Rowling, der Erfinderin von Harry Potter, wird bis heute von Aktivisten der Tod gewünscht – im Netz kursieren Videos, in denen Harry-Potter-Bücher verbannt werden. Die Professorin Kathleen Stock kündigte neulich ihre Professur an der Uni Sussex auf, weil sie die permanenten Attacken der Aktivisten nicht mehr aushielt und sich um das Wohl ihrer Familie sorgte. Beide Frauen haben lediglich den Fakt verteidigt, dass biologische Frauen keine biologischen Männer sein können und umgekehrt. Nicht mehr, nicht weniger.

Genau diesen Aktivismus stellten 120 deutsche Wissenschaftler in einem 50-seitigen Dossier an den Pranger. In einem Welt-Artikel erklärten fünf dieser Wissenschaftler, wie die kruden Thesen eines fragwürdigen Aktivismus auch in Deutschland Einzug in junge Formate des ÖRR erhalten. Es wird kritisiert, dass schon Kindern vermittelt wird, dass eine Transition die beste Option für sie sei – ohne auf die Nebenwirkungen von lebenslangen Hormontherapien, Pubertätsblockern und irreversiblen Operationen einzugehen.

Genau darüber wollte ich bei BILD in einem Artikel berichten, kurz nachdem der Welt-Kommentar veröffentlicht wurde. In dem Artikel äußerte sich der Kinderpsychiater Prof. Dr. med. Alexander Korte, einer der 5 Autoren des Welt-Kommentars, mit folgenden Worten:

„Der Aufruf ist nicht dafür gedacht, transsexuelle Menschen – deren Existenz wir akzeptieren und vor deren Leidensdruck wir den allergrößten Respekt haben – zu diskreditieren. Es geht auch nicht darum, dass Kinder nicht frühzeitig über ihre Sexualität aufgeklärt werden sollen. In dem Aufruf geht es darum, vor gefährlichen Falschinformationen – wie Leugnung biologischer Tatsachen und die Mär der Vielgeschlechtlichkeit, kurz: der Verbreitung unwissenschaftlichen Tatsachen – zu warnen“.

Der Artikel wurde verhindert. Mir wurde gesagt, dass ich den Wissenschaftler-Aufruf kritisieren sollte, ansonsten würde der Artikel nicht erscheinen. De facto wurde von mir verlangt, dass ich genau das negativ darstelle, für was ich seit Jahren mit vollem Idealismus kämpfe: vor den Gefahren des woken Aktivismus zu warnen.“

Besiegt – nicht befreit

„Vor 75 Jahren sei Deutschland befreit worden – sagen die Spitzen des Staates. Berlin hat sich in diesem Jahr deshalb einen zusätzlichen Feiertag genehmigt. Grüne, FDP und Linke wollen den „Tag der Befreiung“ sogar bundesweit einführen. Damit würde nicht nur eine alte DDR-Tradition wiederbelebt, sondern Deutschland auch aus seiner historischen Verantwortung flüchten. Denn niemand dachte 1945 daran, die Deutschen zu befreien.“

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Die Lektionen des Krieges für die deutsche Politik

„Die Regierungschefs aus Ostdeutschland mahnen zu Recht an, dass ein vorgezogener Kohle-Ausstieg unnötig riskant sei. Deutsche Kohlekraftwerke in dem Moment abzuschalten, da Wladimir Putin Europa mit Gaslieferungen erpresst, ist keine kluge Politik. Die SPD ist in der Kohlefrage für eine realistische Anpassung der Politik offen. Die Grünen allerdings tragen dicke ideologische Scheuklappen, wenn es um Kohle und Atom geht.“

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Deutscher Scherbenhaufen

„Deutschland sah sich lange als Speerspitze der westlichen Industrieländer bei der Energiewende. In der Erwartung, die gesamte Energieversorgung mit Strom aus erneuerbaren Quellen realisieren zu können, hat es den Doppelausstieg aus der Kohle und der Kernkraft beschlossen und zum Teil schon realisiert. (…)

Der Krieg zeigt nun aber mit aller Deutlichkeit, dass diese Rechnung nicht aufgeht. Die für die deutsche Strategie unerlässlichen Erdgasimporte aus Russland sind heute ein Risiko für Deutschland und für die gesamte westliche Welt. Sie geben Russland die Macht, Europas grösste Volkswirtschaft in die Knie zu zwingen, und sie begrenzen zugleich die Möglichkeit des Westens, weiter gehende Sanktionen gegen Russland zu verhängen.“

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Nützliche Idioten

„Wir können somit ein Lied davon singen, mit welcher Brutalität unter dem Label „Antifaschismus“ Linksextremisten vor allem gegen demokratische Rechte und Konservative vorgehen. Die Affäre um die SPD-Bundesinnenministerin Nancy Faeser und ihre von der JF enthüllten Kontakte zur bedeutenden linksextremen „Antifa“-Dachorganisation VVN-BdA belegt, wie weit der Begriff des Antifaschismus als Trojanisches Pferd mittlerweile in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen ist. Wen interessiert schon, daß Faschisten nach Logik der Antifa nicht nur „Nazis“, sondern auch Verteidiger der Marktwirtschaft und bürgerlichen Demokratie sind.“

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Ich, der „Systemling“ oder: Der geimpfte Idiot

„Dass es zwischen „ich habe mich impfen lassen“ und „ich bin ungeimpft“ eine unglaubliche Spanne an Gründen, guten Argumenten und Gegenargumenten geben könnte, kommt den allermeisten Menschen gar nicht in den Sinn. In ihrer Radikalität nehmen sich Impffanatiker und Impfverweigerer gegenseitig kein bisschen. Ich habe Neuigkeiten: Man kann geimpft sein und trotzdem gegen eine Impfpflicht sein. Man kann die „tagesschau“ sehen und „Servus TV“. Man kann die Achse lesen und den SPIEGEL. Und man kann sich im eigenen Umfeld umsehen, was mit den jeweils Geimpften und Ungeimpften im Krankheitsfall passiert. Ein guter Bekannter starb nach der zweiten Impfung im hohen Alter von 56. Vielleicht Zufall, vielleicht nicht. Ein anderer, ungeimpft, bekam mit 60 Corona und hat es nicht bis zu seinem 61. Geburtstag geschafft. Wer von beiden hatte nun recht? Ein Dritter hat sich weggemacht, weil sie ihm die Kneipe in den Lockdowns dichtgemacht und ihn ruiniert haben. Da war es egal, ob er geimpft oder ungeimpft war.“ (Hier weiterlesen).

Historiker? Die sind von gestern! – Der kanadische Psychologieprofessor Jordan Peterson verlässt seine Uni. Und kritisiert sie äusserst scharf

„Der Star aus Toronto beklagt, dass Forscher und Lehrer wie er, also auch seine Studierenden, keine Chance mehr hätten: «Wir sind jetzt so weit, dass Rasse, Ethnizität, ‹Gender› oder sexuelle Präferenz als fundamentale Charakteristik jeder Person gelten (wie es sich die radikalen Linken erhofften) und dass dies die wichtigste Qualifikation für Studium, Forschung und Arbeitsmarkt bildet.»“ (Hier weiterlesen.)

Deutschland sitzt in der selbst gebauten Energiefalle

„Die Bundesbürger bekommen langsam das Ausmaß des Desasters zu Gesicht, das durch die schlecht durchdachte Energiewende entstanden ist. Jetzt, wo die Preise für Erdgas stark gestiegen sind, müssen sich Verbraucher und Unternehmen auf größeres Ungemach einstellen. Nach dem beschlossenen Ausstieg aus Atomkraft und Kohleverstromung muss die Bundesrepublik auf Gaskraftwerke setzen, um hinreichend viel grundlastfähigen Strom produzieren zu können und auftretende Flauten bei Wind und Sonne verlässlich zu kompensieren.“ (Hier weiterlesen.)