Es ist unklug, so viele Flüchtlinge aufzunehmen

„Ich komme aus dem Libanon, einem Land, das mit 3,5 Millionen Einwohnern offiziell 1,2 Millionen syrische Flüchtlinge beherbergt. Manche Zahlen sprechen auch von zwei Millionen. Angesichts dessen glaube ich, dass Deutschland gerade einen großen Fehler begeht, wenn es so viele Flüchtlinge aufnimmt, auch wenn manche Deutsche – Politiker wie gewöhnliche Bürger – gerne den Libanon als Beispiel heranziehen, um ihre Position einer Politik der offenen Grenze zu verteidigen. Vergleichen aber muss man Vergleichbares. Und Deutschland ist nicht wie der Libanon – ein multikonfessionelles Schwellenland am östlichen Mittelmeer, ein direkter Nachbar Syriens.“ Hier weiterlesen.

Achselzuckend ins politische Koma

„Bis vor wenigen Monaten sah die Skala deutscher Haltungen zum Asyl so aus: Ganz rechts: Grenzen zu, keiner rein. Ganz links: Grenzen auf, alle rein. Die politische Mitte verwies auf das geltende Recht. Einen Sommer später ist die ganz linke Position die Politik der Bundesregierung. Grenzen auf, alle rein. Was die Berliner Autonomen da skandierten, war darum so lächerlich, weil sie weit offene Türen einrannten. Vielleicht liefen darum so extrem wenige noch mit.“ Hier weiterlesen.

Zwei Szenarien

„Es ist ganz klar, dass sich in der Zukunft in diesem Land etwas wesentlich ändern wird. Vielleicht zum Besseren: Vielleicht wird eine deutsche Wundermethode gefunden, durch die Millionen von Einwanderern perfekt integriert werden. Vielleicht wird es einer der einzigartigen deutschen Wege, die die Deutschen seit dem Zweiten Weltkrieg zu gehen neigten. Vielleicht werden die Flüchtlinge die überalterte deutsche Gesellschaft auffrischen und in Zukunft mit ihren Steuern die Renten der Älteren bezahlen.

Vielleicht ändert es sich aber auch zum Schlechteren: Vielleicht wird Deutschland künftig Frankreich mit seinen Einwanderer-Ghettos ähneln. Vielleicht stehen Deutschland langfristige kulturelle und religiöse Konflikte sowie rechtsextreme Ausbrüche bevor. Vielleicht kommt es in der Zukunft zu einer Mietpreis-Explosion, überfüllten Schulen, steigender Kriminalität und zum Einzug der rechten Partei „Alternative für Deutschland“ bei den nächsten Bundestagswahlen.“

(Die auflagenstärkste lettische Tageszeitung „Latvijas Aviz“ über die Einwanderungswelle nach Deutschland, zitiert nach „Die Welt“ vom 15.09.2015)